Projekt Hackbus

Der Hackbus ist ein umgerüstetes Wohnmobil, in dessen ehemaligem Wohnbereich ein Labor eingerichtet ist, das sich aufgrund seiner modularen Grundstruktur immer wieder gemäß aktueller Entwicklungen nachrüsten oder umbauen und damit aktualisieren lässt. Dort steht die Grundausstattung für zeitgemäßes technologisches, künstlerisches oder ästhetisches, mediales und netzspezifisches Arbeiten zur Verfügung. Hierzu gehören Netbooks, Ipods, Aufnahmegeräte sowie andere Medienhardware, Schnittplätze, Internetzugänge und die nötige Software für die Produktion von Musik, Features und Layout. Lötstationen und weiteres Werkzeug sollen helfen, Digitale Kunst und Kultur selbst herzustellen und dadurch kennen zu lernen bzw. anders zu erfahren. So kann sie gemäß den je eigenen Vorstellungen, Ansprüchen und Bedürfnissen ihrer BenuzterInnen modifiziert und erweitert, ja, „neu erfunden“, werden.

Der Hackbus bietet eine zwanglose Erfahrungsumgebung, in denen sich seine BenutzerInnen schnell und vorurteilsfrei mit Digitaler Kunst und Kultur vertraut machen können. Aufgrund seiner Ausrüstung ist der Hackbus vielfältig einsetzbar. Typische technologische, mediale und ästhetische Tätigkeiten aus den Bereichen Computer- und Medienarbeit können durchgeführt, vermittelt und trainiert werden. Unter anderem sollen Workshops abgehalten werden, in denen Menschen dort, wo Angebote der Digitalen Kunst und Kultur nicht oder nur lückenhaft existieren, in mediale, technologische und computerspezifische Kern- und Schlüsselkompetenzen spielerisch eingeführt werden: z.B. Podcasting, Circuit Bending, Video Projekte, Found Fashion, Led Throwies.

Wir möchten einen bestimmten kreativen Umgang mit Medien und Technologie vermitteln, wie er v. a. die Kunst- und Kulturszene der Metropolen prägt, einen Do-It-Yourself-Zugang. Spezifische Do-It-Yourself-Kunstformen wie die Copy Art, die Polaroidfotographie, Graffiti oder HipHop entstanden in diesem Zusammenhang. „Do it yourself!“ ist vor allem eine Ästhetik der Selbstermächtigung. Sie eröffnete bisher von kultureller Produktion weitgehend fernen Gruppen ein breites Ausdrucksrepertoire, das die kulturelle Produktion grundlegend verändern kann.